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Schloss Grafeneck, Haupteingang
Grafeneck 10654 Ausstellung, Gedenkstätte Grafeneck Dokumentationszentrum, 2015
Bildnachweis: Jochen Meyder
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„Grafeneck 10654”
Im Jahr 1940 wurden in Grafeneck 10 654 Menschen ermordet. Vom 18.
Januar bis zum 13. Dezember wurden 10 654 psychisch kranke und behinderte
Menschen in Bussen nach Grafeneck gebracht und noch am selben Tag in einer
beim Schloss eingerichteten Gaskammer getötet. Es handelte sich um
staatlich angeordneten, arbeitsteilig organisierten Massenmord.
Als ich 1983 davon hörte, war ich erschüttert und entsetzt
und versuchte mir die Zahl der Opfer vorzustellen. Um die Menge der Opfer
fassbar zu machen und den Ermordeten wieder ein Gesicht zu geben, entstand
die Idee zum Projekt „Grafeneck 10654“.
In etwas mehr als sieben Jahren entstanden 10 654 Terrakotta-Figuren,
jede einzeln geformt und mit einem individuell gestalteten Gesicht. Die
Terrakotten waren lose in einer regalähnlichen Konstruktion im
Dokumentationszentrum Grafeneck vor einer Glaswand aufgebahrt. Mir war es
wichtig, dass die Besucher die Figuren in die Hand nehmen können, dass
sie dabei Nähe spüren, ein Gegenüber erfahren und erleben,
dass jede Figur für ein Schicksal steht.
Das Regal mit den Terrakotten wuchs kontinuierlich in die Höhe,
bis die 10 654 Figurinen stellvertretend für die 10 654 Opfer den Raum
verdunkelten. Eine bedrückende Atmosphäre entstand. Besucher der
Gedenkstätte waren ab diesem Zeitpunkt eingeladen eine Figur mit nach
Hause zu nehmen, um einem Opfer wieder eine Stimme zu geben – eine
Stimme gegen Ausgrenzung und für ein friedliches Miteinander von
Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Seit 2023 haben alle
Figuren einen neuen Platz gefunden und tragen ihre Botschaft in die Welt.
Das Licht ist zurückgekehrt und wir hoffen, dass es auch weiterhin so
bleiben wird.
In Gesprächen mit dem Schweizer Komponisten Thomas Fortmann und
dessen deutsch-kanadischen Freund Helmut Lipsky entstand die Idee, zur
Eröffnung des Projekts „Grafeneck 10654” im Dezember 2015
ein Gedenkkonzert zu komponieren. Durch das Engagement meiner beiden
Freunde, deren tiefes Interesse für das Thema und ihre Recherchen zur
Geschichte des Schlosses ist ein Konzert entstanden, das die Geschichte von
Schloss Grafeneck nachzeichnet. Die Uraufführung des Konzerts am 15.
Dezember 2015 in Grafeneck war ein großer Erfolg.
Um die Erinnerung weiterzutragen, ist das „Trio Grafeneck
10654“ nun weltweit unterwegs und mahnt zur Einhaltung der
Menschenrechte. Ergänzt wird die Aufführung inzwischen durch eine
Videoinstallation von Pia Loertscher, in der sie Abbildungen einiger meiner
Arbeiten zu Grafeneck verwendet.
Jochen Meyder
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Jochen Meyder Bildnachweis: Annegret Schock
Jochen Meyder und Annegret Schock, Chapelle historique du Bon-Pasteur, Montreal, 2018 Bildnachweis: Mariko Sato
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Adolf Friedrich Harper (1725-1806) : Grafeneck 1780
Thomas Fortmann : Introduzione Rinascimentale
Mit einem Prélude, welches an die Musik der Renaissance
erinnert, eröffnet Thomas Fortmann durch eine „Allemande mit
Tripla“ einen musikalischen Blick zurück in das Jahr 1560 von
Schloss Grafeneck. Inmitten der idyllischen Landschaft
Baden-Württembergs diente es als Jagdschloss und Sommerresidenz der
Herzöge von Württemberg, bis im 18. Jahrhundert Herzog Carl Eugen
das Schloss renovieren ließ und es in einen lebendigen Kulturort
verwandelte. Musik, Tanz und Theater prägten fortan das höfische
Leben; auf dem Gelände entstand sogar ein eigenes Opernhaus.
In dieser kulturellen Blütezeit wirkte Carl Philipp Emanuel
Bach, einer der berühmten Söhne Johann Sebastian Bachs, als
Musiklehrer des Herzogs. Ihm widmete Bach die später als Sechs
Württembergischen Sonaten bekannten Klavierwerke.
Thomas Fortmann und Helmut Lipsky interpretieren Auszüge aus
diesen Werken neu und inspirieren sich von der Musik von C. P. E. Bach,
die im Rokoko-Stil verwurzelt ist, mit ihrer eigenen modernen
Sensibilität. Der Rokoko-Stil zeichnet sich durch Raffinesse, lebhafte
Kontraste, ausdrucksstarke Gesten, angereichert mit zarten Verzierungen, und
einen verspielten Geist voller Humor und Leichtigkeit aus.
Pompeo Batoni (1708-1787): Porträt von Carl Eugene, Herzog von Württemberg
Thomas Fortmann : Württembergische Bacchate, Inspiriert von C. P. E. Bach
In der Württembergischen Bacchate bringt Fortmann
Bach’s theatralische Energie und lyrische Sinnlichkeit zum Ausdruck.
Zugleich zeichnet das Werk ein ambivalentes Porträt Herzog Carl Eugens:
kunstsinnig und hochgebildet, aber auch autoritär, unberechenbar,
arrogant und voller Widersprüche. Glanzvolle Feste, zahlreiche
leidenschaftliche Liebschaften sowie impulsive Eifersuchts- oder Racheakte
– sogar gegenüber Künstlern, die er bewunderte –
verdichten sich zu einem musikalischen Charakterbild zwischen Empfindsamkeit
und Despotie.
Clockworks
Bildnachweis: Jochen Meyder/Pia Loertscher
Helmut Lipsky : Boîte Aux Clochettes Hantées, Inspiriert von C.P.E. Bach
Für sein Werk Boîte Aux Clochettes
Hantées (BACH), zu Deutsch: Kästchen
mit gespenstischen Glöckchen, greift Lipsky auf die
skurrilen und magischen Elemente in C. P. E. Bachs Musik zurück.
Die Faszination des Komponisten für neue mechanische Geräte
– Spieluhren, Uhren und Glockenmechanismen – wird zur Quelle der
Inspiration. Doch wie wir wissen, versagen mechanische Wunderwerke manchmal
und führen zu unerwarteten Ereignissen...
“Uberm Sternenzelt sicher wohnen”, inspiriert von Lipsky-Beethoven
Bildnachweis: Jochen Meyder/Pia Loertscher
Helmut Lipsky : Überm Sternenzelt sicher
wohnen (Ode an Erinnerung und Hoffnung) inspiriert Ludwig van Beethoven
Bevor wir unsere Zeitreise fortsetzen, kehren wir kurz zu Herzog Carl
Eugen von Württemberg zurück. Zu seinen Schützlingen
gehörte der junge Friedrich Schiller, der später zu einem der
bedeutendsten Schriftsteller der deutschen Klassik wurde. Der Herzog
missbilligte Schillers liberalen und unabhängigen Geist und verbot ihm
zu schreiben; Schiller floh nach Mannheim. Jahre später, beeinflusst
von Franziska von Ertingen – ehemals seine Geliebte und später
seine zweite Frau –, milderte sich der Herzog, und die beiden
Männer versöhnten sich noch vor Carl Eugens Tod. Zu diesem
Zeitpunkt hatte Schiller bereits sein berühmtes Gedicht Ode an die
Freude (1785) geschrieben.
Die Vision des Gedichts von einer universellen Brüderlichkeit,
die sich über Konflikte und Verzweiflung erhebt, fand großen
Anklang bei Beethoven, der sie zu Beginn der Romantik im letzten Satz seiner
Neunten Symphonie (1824) verewigte.
Ohne das berühmte Thema selbst zu verändern, entstand aus
Lipsky’s Improvisationen am Klavier „Überm Sternenzelt
sicher wohnen“ (Ode an Erinnerung und Hoffnung) als Trauermarsch, der
von Melancholie und Vorahnung geprägt war. Er stellte sich vor,
Beethoven hätte es vielleicht so geschrieben, wenn er vorausgesehen
hätte, dass seine Botschaft der menschlichen Einheit eines Tages
missbraucht werden würde: um das aufgeblasene Ego narzisstischer
Tyrannen zu verherrlichen, um die Schrecken des Krieges zu feiern oder um
die Beerdigungen von Opfern des Völkermords zu begleiten.
In diesem Licht wird das Stück zu einem Requiem für den
allmählichen Niedergang von Schloss Grafeneck, einst ein blühendes
Kulturzentrum. Im Laufe der Zeit verlor es sein Opernhaus und andere
prägende Gebäude, bis es 1928 in ein Hospiz für Kranke und
Menschen mit Behinderungen umgewandelt wurde.
“Grafeneck 1940”
Bildnachweis: Jochen Meyder/Pia Loertscher
Thomas Fortmann: Grafeneck 1940
Am 13. Oktober 1939 ordnete der Landrat Münsingen die Räumung
von Schloss Grafeneck „für die Belange des Reiches“ an.
Innerhalb von drei Monaten wurde das Hospiz in das erste
nationalsozialistische Vernichtungszentrum für geistig und
körperlich behinderte Menschen umfunktioniert.
Hier einige Worte des Komponisten Thomas Fortmann zu seinem
monumentalen Werk Grafeneck 1940, mit dem dieses Konzert, dieses
Kapitel der Geschichte des Schlosses, abgeschlossen wird:
„Die Komposition geht über eine reine historische
Darstellung hinaus, denn ich versuchte nachzuvollziehen, wie ein Mensch die
Reise vom Abfahrtsort in einem grauen Bus mit getönten Fenstern bis zum
Eingang der Gaskammer psychisch erlebt haben mag, wie er sich an
Erinnerungen und vertrauten Eindrücken wie Bäumen, Vögeln
oder Wolken festhält und wie er diese Referenzen im Taumel der realen
Geschehnisse verliert. Ich drücke aber auch aus, wie der Einzelne mit
den unmenschlichen Mechanismen der bürokratischen Ordnung konfrontiert
wurde – von der Auswahl seiner Person und dem Transport in einem
grauen Bus bis hin zum Ort seiner Vernichtung."
Im letzten Teil des Werks signalisiert jeder Schlag des Metronoms den
Tod einer Person, die zwischen dem 18. Januar und dem 13. Dezember 1940
auf Schloss Grafeneck getötet wurde. Um alle 10 654 Schläge
zu hören, würde es anderthalb Stunden dauern.
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Bildnachweis: Mariko Sato
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Bildnachweis: Sasha Onyshchenko
LOUISE BESSETTE
Louise Bessette zählt zu den herausragenden Pianistinnen unserer
Zeit. Als international gefragte Künstlerin begeistert sie Publikum
und Fachpresse in Europa, Amerika und Asien gleichermaßen. Ihre
außergewöhnliche Musikalität, technische Brillanz und
stilistische Vielseitigkeit haben ihr zahlreiche Auszeichnungen eingebracht
und machen sie zu einer bevorzugten Interpretin zeitgenössischer wie
klassischer Werke. Viele Komponistinnen und Komponisten schreiben eigens
für sie.
Ihre umfangreiche Diskografie dokumentiert ein Repertoire von
beeindruckender Vielfalt. Das Album Port of Call: New
England (ATMA Classique, 2024) wurde vom International
Piano Gramophone Magazine mit einer begeisterten Kritik
ausgezeichnet.
Louise Bessette konzertierte mit namhaften Dirigenten wie Leonardo
García Alarcón (Les Violons du Roy), Charles Bruck (Orchestre
symphonique de Québec), Edward Cumming (Belfast Ulster Orchestra),
Charles Dutoit (Orchestre symphonique de Montréal), Pascal
Rophé (Orchestre national de Montpellier, Frankreich) und Michel
Swierczewski (Aarhus Symphony Orchestra, Dänemark).
2019 wurde ihr der Governor General’s Performing Arts
Award – Lifetime Artistic Achievement Award for Classical
Music verliehen, die höchste Auszeichnung Kanadas im Bereich der
darstellenden Künste. 2021 erhielt sie zum zehnten Mal
den Opus-Preis des Conseil
québécois de la musique. Bereits 2015 wurde
sie von CBC Music zu einer der 25 bedeutendsten Pianistinnen und Pianisten
Kanadas gewählt.
Sie ist Trägerin erster Preise
beim Eckhardt-Gramatté National Music Competition (1981),
beim Concours international de musique
contemporaine (Saint-Germain-en-Laye, 1986), beim Internationalen
Gaudeamus-Wettbewerb (Rotterdam, 1989) sowie des Prix
Québec–Flandre (1991). Außerdem ist
sie Mitglied des Order of Canada (2001), Offizierin des Ordre
national du Québec (2005) und Botschafterin des Canadian
Music Centre (2009).
Seit 1996 ist Louise Bessette Professorin für Klavier
am Conservatoire de musique de Montréal. Im Jahr 2024 wurde sie
zur Ritterin des Ordre de Montréal ernannt.
Bildnachweis: Leon Thomas Königsthal
HELMUT LIPSKY
Helmut Lipsky gehört zu jenen Musikern, die sich mühelos
zwischen verschiedenen musikalischen Welten bewegen. Als virtuoser Geiger,
ausgebildet bei bedeutenden Lehrern wie Itzhak Perlman und Ivan Galamian,
verbindet er eine fundierte klassische Ausbildung mit einer
ausgeprägten Offenheit für Improvisation und stilistische
Vielfalt. Besonders Jazz und Weltmusik haben seine künstlerische
Entwicklung geprägt und fließen in die Musiksprache seiner
Kompositionen ein.
In Deutschland geboren, wuchs Lipsky in der Schweiz auf, wo er bei
Abraham Comfort studierte. Nach seinem Abschluss am Zürcher
Konservatorium zog er nach New York und erwarb dort einen Masterabschluss in
Violine. Für seine herausragenden akademischen Leistungen wurde er
zudem mit dem Presidential Scholar Award der Stadt New York ausgezeichnet.
In den darauffolgenden Jahren trat er als Solist mit verschiedenen
Sinfonieorchestern und Kammermusikensembles in den Vereinigten Staaten,
Kanada und Europa auf.
Seit 1980 lebt Helmut Lipsky in Montréal. Dort gründete
und leitet er das Ensemble Mélosphère, das sich den
Schnittstellen und dem kreativen Austausch zwischen unterschiedlichen
musikalischen Stilen und Epochen widmet. Im Rahmen seiner internationalen
Karriere war er Gast bei bedeutenden Festivals, darunter dem Montreux Jazz
Festival und dem Festival International de Jazz de Montréal.
Darüber hinaus veröffentlichte er mehrere von der Kritik gefeierte
Aufnahmen. Als vielseitiger Künstler komponierte er Musik für
Film, Theater, Tanz, Multimedia-Installationen und Sonderprojekte, darunter
insbesondere sein Concerto portuaire für Violine und
die Schiffe des Hafens von Montréal. Er arbeitete mit renommierten
Künstler:innen wie den Sopranistinnen Suzie LeBlanc und Karen Young,
dem Cellisten David Darling und dem Harfenisten Andreas Vollenweider.
Auch als Pädagoge genießt er hohes Ansehen. Er
unterrichtete unter anderem am Conservatoire de musique de Montréal
und an der Concordia University und war Mitbegründer des Clazz
International Music Festival in Italien. Viele seiner ehemaligen
Schülerinnen und Schüler sind heute international tätig.
Zu den Auszeichnungen, die seine künstlerische Laufbahn
würdigen, zählen unter anderem ein Opus-Preis des Conseil
québécois de la musique sowie der erste Preis beim
internationalen Wettbewerb „Jazz à la carte“, der von den
französischsprachigen öffentlich-rechtlichen Radiosendern vergeben
wird.
Bildnachweis: Jérôme Bertrand
OLIVIER MARANDA
Olivier Maranda schloss sein Studium am Conservatoire de musique de
Montréal in der Klasse von Jean-Guy Plante mit Auszeichnung
("Prix avec grande distinction") in Perkussion und Kammermusik ab,
wobei die Jury einstimmig für die höchste Bewertung stimmte.
Anschließend promovierte er an der Université de
Montréal unter der Leitung von Julien Grégoire und Robert
Leroux über die Interpretationsproblematik der Werke für
Solo-Perkussion von Xenakis. Olivier Maranda vertiefte zudem seine
Kenntnisse der Musik von Stockhausen bei den Stockhausen-Kursen in
Kürten, Deutschland, unter der Leitung von Michael Pattman, wo er den
ersten Interpretationspreis für das Stück Zyklus
für einen Schlagzeuger gewann.
Von 2018 bis 2022 war Olivier Maranda Solopercussionist beim Ensemble
contemporain de Montréal (ECM+). Dort leitete er insbesondere das
Percussion-Team für die Produktion von Kathinkas Gesang von
Karlheinz Stockhausen. Er spielt regelmäßig mit dem Nouvel
ensemble moderne und als Solopercussionist im Ensemble der
Société de musique contemporaine du Québec, wo er unter
anderem Stockhausens Kontakte interpretierte.
Als Orchestermusiker spielt er regelmäßig mit dem
Orchestre Métropolitain sowie mit den meisten regionalen Orchestern.
Er wird zudem regelmäßig von den wichtigsten Ensembles für
zeitgenössische Musik in der Region Montreal als Kammermusiker, Solist
oder Orchestermusiker engagiert.
Seit 2021 beteiligt er sich gemeinsam mit André Pappathomas an
einem fortlaufenden Projekt, das die klanglichen und orchestralen
Möglichkeiten authentischer Kirchenglocken erforscht, die herabgelassen
und dauerhaft im Kirchenschiff der
Sacré-Cœur-de-Jésus-Kirche installiert wurden. Dort
führt er verschiedene Kompositions- und Improvisationsprojekte
durch.
Bildnachweis: Irja Fortmann
THOMAS FORTMANN (auch bekannt als Tommy Fortmann)
stammt aus der Schweiz und war bereits in den 70er-Jahren ein
erfolgreicher Songwriter – parallel zu seiner internationalen
Golfkarriere. Mit nur 16 Jahren schrieb er seinen ersten Hit. Es folgten
über hundert weitere Titel, die in 27 Ländern veröffentlicht
wurden. Zahlreiche deutsche und internationale Künstler –
darunter Udo Lindenberg, Alexis Korner, Love Generation, Demon Thor,
Jürgen Drews, Daniela Davoli und viele andere –
interpretierten seine Songs. Er komponierte die Musik zum
Musical Tell, das in der Schweiz einen Skandal
auslöste, während die gleichnamige Schallplatte sämtliche
deutschsprachigen Charts erreichte.
Im Alter von 26 Jahren beendete Fortmann seine Karriere als
Rockmusiker und widmete sich vertiefenden Studien in Komposition und
Instrumentation. Diese Phase bildete das Fundament für ein
umfangreiches Werk, das Kammermusik, Bühnen-, Orchester-, Chor- und
Orgelwerke sowie mehrere Liederzyklen umfasst.
Seine Arbeit wurde durch zahlreiche Aufträge und Stipendien
unterstützt, unter anderem vom Schweizer Bundesamt für Kultur, dem
Opernhaus Zürich, Open Opera St. Gallen, Bühne Aarau, Espace
Nuithonie, Stadt Zürich, Europäische Union (Kaleidoskop),
Universität Schlesien, Universität Houston, Carnegie Hall sowie
mehreren Festivals wie Murten Classics, Gaia Festival, Salerno Piano
Festival usw.
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GRAFENECK 10654
THOMAS FORTMANN
HELMUT LIPSKY
LOUISE BESSETTE Klavier
HELMUT LIPSKY Violine
OLIVIER MARANDA Schlagzeug / Perkussion
1. THOMAS FORTMANN (geb. 1951)
Introduzione Rinascimentale (2015) 7:36
2. THOMAS FORTMANN
Württembergische Bacchate nach C. P. E. Bach (2017) 6:44
3. HELMUT LIPSKY (geb. 1953)
Boîte Aux Clochettes Hantées nach C. P. E. Bach (2017) 6:31
4. HELMUT LIPSKY
Überm Sternenzelt sicher wohnen nach L. van Beethoven (2015) 13:43
5. THOMAS FORTMANN
Grafeneck 1940 (2015) 22:28
Verlage
Thomas Fortmann: Müller & Schade / Edition Kunzelmann (SUISA)
Helmut Lipsky: Helmut Lipsky – MELOSPHERE Productions (SOCAN)
Links und Kontakt
https://effendirecords.com
https://fr.latitude45arts.com/grafeneck
https://www.facebook.com/triografeneck
https://gedenkstaette-grafeneck.de
Triptychon Bildnachweis: Jochen Meyder
Wir danken der Regierung Kanadas für ihre finanzielle
Unterstützung durch den Canada Music Fund.
Ⓟ 2026 Louise Bessette unter exklusiver Lizenz an Effendi
Records Inc.
Ausführender Produzent: Alain
Bédard
Produktion, Tonaufnahme, Mischung und
Mastering: Carl Talbot, Productions Musicom Assistenz Tonaufnahme: Alexandre Calixte Digitaler Schnitt: Philippe Bouvrette Sounddesign: Éric Lemoyne Stereo- und Dolby-Atmos-Mastering: Carl Talbot, Marc
Thériault, Le Lab Mastering
Diese Aufnahme entstand am 23., 24. und 25. März 2025
im Salle de Concert, Domaine
Forget (Saint-Irénée, Québec,
Kanada).
Produzentin: Louise Bessette
Künstlerische Leitung: Helmut Lipsky, Carl Talbot
Gesamtleitung und Redaktion des Booklets: Helmut Lipsky
Klaviertechniker: Michel Pedneau
Gestaltung des CD-Covers: Jochen Meyder
Illustrationen und Kunstwerke: Jochen Meyder, Pia Loertscher
Bildbearbeitung: Kasia Nowak, Pia Loertscher
Korrektorat und
Übersetzung: Louise Bessette, Thomas Fortmann, Helmut Lipsky, Pia Loertscher, Kasia Nowak
Grafikdesign: Pascal Milette
Bildnachweis: Jochen Meyder/Pia Loertscher
Danksagung
Jochen Meyder und Annegret Schock, Mariko Sato, Thomas Stöckle
und das Dokumentationszentrum der Gedenkstätte Grafeneck,
Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Montréal,
Goethe-Institut Montréal, Gisela Lipsky, Jacques Marchand, Barbara
Scales und Latitude 45 Arts Promotion, Conseil des arts de Montréal,
Moses Znaimer und ZoomerMedia, Annette-Barbara Vogel und Museum London,
Manon Lafrance und Conservatoire de musique de Montréal, Simon
Blanchet und Chapelle historique du Bon-Pasteur, Matt Pickart und Clazz
International Music Festival, Édouard Lachapelle, Ian Cameron, Sharif
Mirshak.
Bildnachweis: Mariko Sato
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